Gymnastik wirkt wie ein Jungbrunnen, wenn sie regelmäßig ausgeführt wird. Sie kräftigt die Muskeln des Körpers und macht sie zugleich beweglicher und fördert das Zusammenwirken zwischen den einzelnen Muskelgruppen. Außerdem: Gymnastik hält die Gelenke elastisch. Bereits in jungen Jahren können sich bei körperlich weniger aktiven Menschen die Muskeln verkürzen. Hierbei kann es zu Überlastungen der beanspruchten Muskelgruppen kommen. Muskelverspannungen, Rückenschmerzen und mangelnde Beweglichkeit sind oftmals die Folge. Mit zunehmendem Alter häufen sich diese Beschwerden an. Wer aber den Körper fit hält, hat beste Chancen, lange beschwerdefrei und mobil zu sein.

Warum ist Mobilität wichtig?

Zu viel sitzende Tätigkeiten schaden dem Bewegungssystem. Trotzdem gehört das Sitzen bei vielen Menschen zu den häufigsten Aktivitäten am Tag. Eine solche einseitige und teils erzwungene Körperhaltung braucht daher einen Ausgleich, ansonsten treten Schmerzen am ganzen Körper auf. Wir hatten bereits in einem Beitrag über typische Bürokrankheiten geschrieben, welche aus Sitztätigkeiten resultieren.

Für einen Ausgleich eignen sich jegliche Formen sportlicher Betätigungen. Bedeutend hierbei ist, dass diese viel Spaß bereiten. Ein Mobilitätstraining sollte daher unbedingt dazu gehören, da das viele Sitzen zu Verkürzungen der Muskeln führt, beispielsweise an der Hüftbeugemuskulatur sowie der ischiocruralen Muskulatur an der Rückseite der Oberschenkel.
Vor allem Leistungssportler wissen, dass ein regelmäßiges Mobilitätstraining dabei hilft, den Bewegungsumfang der Muskulatur auszuschöpfen und somit die Leistung steigern zu können. Zudem erreichen auch Menschen mit weniger Energie eine optimale Leistung, wenn die Muskelgruppen bei sämtlichen Bewegungen gut funktionieren und die Bewegungen hierdurch effizienter werden.
Dies ist nicht nur beim Sport von Bedeutung, sondern auch bei den Alltagstätigkeiten spielt eine gute Beweglichkeit eine bedeutende Rolle. Hierdurch verbessern Menschen die Haltung, die Gangweise und sämtliche Bewegungen sind geschmeidiger.
  • Mobil zu bleiben ist wichtig für unsere Muskeln und unseren gesamten Bewegungsapparat

Mobilitäts-Training senkt Risiko für Verletzungen

Verletzungen entstehen oftmals durch ungünstige Stellungen der Gelenke oder durch das Ungleichgewicht der einzelnen Muskelgruppen. Mit diesem Mobilitätstraining steigern sich nicht nur die Bewegungen, sondern entfernen auch Dissbalancen in den Muskeln. Die Bewegungen führen die Menschen daher sicherer und über einen größeren Bewegungsradius aus.

Dadurch werden Verletzungen vorgebeugt, denn eine muskuläre Kontrolle ist auch bei ausgeprägten Gelenkstellungen gegeben. So wie diese im Alltag erscheinen können, wenn reflexartig etwas aufgefangen werden soll oder wenn Menschen ausrutschten oder stolpern. Im Sport zum Beispiel passiert dies oft beim Tennis, wenn Menschen sich extrem nach dem Ball strecken oder beim Fußball durch Einwirken des Gegners.

Nach Operationen oder Verletzungen besteht oftmals ein Unsicherheitsgefühl in den einzelnen Bewegungsabschnitten. Durch das Mobilitätstraining werden die Spielräume der Bewegung stabilisiert und erweitert und hierdurch wird die Sicherheit bei der Bewegung zurückgewonnen.

Fitnessübungen für Senioren

Wer glaubt, im Alter nichts für Körper tun zu können, der liegt in jedem Falle falsch. Auch Menschen mit körperlichen Beschwerden können die Seniorengymnastik problemlos ausführen.

Schon ab dem 25. Lebensjahr bilden sich die Muskeln zurück. Daher weisen vor allem Senioren bei bestimmten Bewegungsabläufen Einschränkungen bei der Mobilität auf. Bei weniger Bewegung wird der Körper außerdem sehr schnell müde und träge, was dazu führt, dass sich auch der Stoffwechsel verringert. Um trotzdem mobil zu bleiben, können Senioren Gehhilfen benutzen. Zudem kann aber viel dafür getan werden, um den Körper auch im Alter weiterhin fit zu halten.

Milde Sportarten wie Yoga oder Fahrradfahren, aber auch alltägliche Beschäftigungen wie Gartenarbeiten oder Treppensteigen sind für Senioren sehr gut geeignet. Hierbei geht es nicht darum, dass die Senioren einen Marathon laufen, sondern sie sollten bei der Gymnastik darauf achten, dass die Bewegungen fließend und langsam ausgeführt werden.

Eine leichte Seniorengymnastik kann generell von allen Menschen des fortgeschrittenen Alters durchgeführt werden. So können sich Interessierte in der Stadt umsehen, ob es Institutionen gibt, die Sportkurse für Senioren anbieten.

Aber besonders zu aktuellen Zeiten ist es nicht für alle Menschen möglich, regelmäßig an solchen Kursen teilzunehmen. Sie können dennoch allein oder durch Fitnessvideos den Sport zu Hause ausführen. Dennoch kann es nicht schaden, vorher einen Arzt zu fragen, um festzulegen, welche genauen Übungen ausgeführt werden sollten und auf welche Senioren besser verzichten sollten. Vor allem solche Menschen, die Muskel- oder unter Gelenkbeschwerden leiden, sollten vorab das Gespräch mit dem Arzt suchen.

Damit diese Menschen wieder beschwerdefrei und sicherer durch das Leben gehen können, sollten die Übungen stets auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden. Das Gute an solchen Fitnessübungen für Senioren ist, dass diese überall und zu jeder Zeit durchgeführt werden können und die Menschen nicht ins Fitnessstudio gehen müssen.

Seniorengmynastik

Wichtig für die Seniorengymnastik ist auch, dass alle Bereiche des Körpers beansprucht werden. Zudem kommt es auch auf die regelmäßige Ausübung der Trainingseinheiten an. Die Menschen sollten sich daher jeden zweiten Tag circa 20 Minuten Zeit nehmen und die Sportübungen ausführen. So werden die Betroffenen sehen, dass Sie sich schon nach wenigen Wochen gesünder und aktiver fühlen.

Wichtige Übungen sind zum Beispiel Ausfallschritte. Mit diesen wird vor allem die Gesäß- und die Oberschenkelmuskulatur geschult. Bei der Übung stellen sich die Senioren aufrecht hin, vollziehen mit dem rechten Fuß einen Schritt nach vorne und gehen mit dem Bein zugleich in die Hocke. Hierbei darf das hintere Knie den Fußboden nicht berühren. Im nächsten Schritt wird das Bein angezogen und in die Ausgangsstellung zurückgeführt. Danach wird die Übung mit dem linken Bein wiederholt. Die Arme können hierbei locker an der Seite fallengelassen werden.

Eine Sportübung für Senioren eignet sich auch sehr gut für das Aufwärmen. Hierzu stellt sich die Person breitbeinig hin und stemmt die Arme in die Hüfte. Jetzt lehnt sie sich so weit wie nur möglich auf die linke Seite und bleibt in dieser Position. Danach beugt sich die Person zur rechten Seite. Wichtig ist bei dieser Übung, dass sich lediglich der Oberkörper bewegt und die Beine und auch die Hüfte gerade sind. Diese Übung wird zwei bis drei Minuten ausgeführt, bis die Person gut aufgewärmt ist und sich nun bereit für den Sport fühlt.

Fit bleiben trotz MS-Erkrankung

Dass sich Multiple-Sklerose-Kranke bei Bewegung und Sport eher schonen sollen, ist von gestern. Hierbei ist das Wissen ein wichtiger Baustein auf dem Weg, den Tag mit der Krankheit MS bewältigen zu können. Dabei muss der Körper stets in Bewegung bleiben. Wie dies möglich ist, zeigen Experten und MS-Erkrankte in ihrer aktuellen DMSG-Serie.

Ganz weit oben auf der Fitnessliste steht auch bei den meisten MS-Erkrankten der Wunsch nach viel körperlicher Leistungsfähigkeit. Doch mit einem ist das Gefühl wieder da und der innere Schuft und er hat seine Verstärkung mitgebracht. Befürchtungen und Vorurteile, dass sich die Symptome der Krankheit MS durch den Sport verschlimmert werden könnten und sich die Betroffenen mit MS schonen müssen, sind vorbei. Dies ist der Schnee von gestern. Durch viele wichtige Studien ist heute bewiesen worden, wie ein gutes Training bei den MS-Symptomen sehr gut helfen kann.

Die Aktion ” DMSG bewegt” der Multiple Sklerose Gesellschaft in Deutschland als Bundesverband e. V. gibt viele Tipps, wie die MS-Erkrankten den Spaß sowie die positive Wirkung von Training und Sport für sich selbst entdecken können.

Möglichkeiten, die außerdem noch Spaß machen, gibt es heutzutage viele. Diese reichen von Yoga, Gymnastik, Radfahren, Walking über Schwimmen und Tanzen bis hin zum Reit-Training. Auch ein eigens auf die Belange bei MS abgestimmtes Programm (SpoKS) wird von den meisten DMSG-Landesverbänden heute angeboten.
Für alle Betroffenen gilt: Je früher sie beginnen und je regelmäßiger die Einheiten ausgeführt werden, umso besser ist das Ergebnis. Die Erkrankten sollten herausfinden, was am besten zum Körper passt. Wer sich beständig bewegt und ein gutes Gefühl für den eigenen Körper entwickelt, ist sehr gut gerüstet für die Herausforderungen des Lebens mit MS.

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